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Mittwoch, 23. April 2008

Heidi Caesar.

Wunderbarer Kommentar zu Germany's Next Topmodel:
Brot und Spiele im 21 Jh. Niemand läßt sein Leben. Keine wilden Tiere. Kein Blut. Nur Tränen hungriger Mädchen.


via hier.

(Irgendwann wollte ich auch mal was zur Neuauflage von "Das Model und der Frek" schreiben. Aber da ich zum einen noch keine Folge dieser Staffel gesehen habe, und zweitens das Internet meinen daraus entsteheneden rant wohl nicht vergisst und der dann bei jedem zukünftigen Personaler auf dem tisch liegen würde, lasse ich das mal.)

Mittwoch, 23. Januar 2008

Die Krux mit der Szene.

Erstes Voting vorbei! Stolze 7 Stimmen:

Poesie ist das Leben: 28%
Das Leben ist Poesie: 42%
Pooäähh was?: 28%

Auf Grund dieser repräsentativen Umfrage wird also festgehalten: Das Leben ist Poesie! Wuhuu!

Manchmal ist das Leben auch weniger poetisch. Meistens nimmt die Poesie mit zunehmender Menschenmenge ab. Diesen Effekt konnte ich gestern abend auch beim Shout Out Louds Konzert feststellen. Irgendwie sind alle Szenen gleich. Bei entsprechender Masse ist auch die sog. "Indie Szene" eigentlich kein Stück besser als andere (Sub)Kulturen. Gut, es gibt schon weniger "bitches & pimps". Aber der Alkohol floss genauso unreflektiert in junge Münder, die dann auch bei den ruhigsten Stellen nicht aufhörten zu plappern. Auch gibt's die selbe Uniformität, die selbe Oberflächlichkeit. Muss wohl menschlich sein. Oder vertue ich mich da? Gibt es doch tiefgreifende Unterschiede zwischen den "Szenen"? Gibt es überhaupt so etwas wie klar definierte Szenen? Oder ist es alles der selbe Brei mit unterschiedlichen Masken? Darum dreht sich auch die neue Frage der Woche (siehe Spalte rechts).

Anyhow, einen frappanten Unterschied gibt es noch immer: Die Musik. Und an der Musik konnte man gestern Abend nicht meckern. Weder an der Performance der Shout Out Louds - ich kannte doch mehr als ich dachte, und die Stimmung, die von der Bühne auf mich herab floss war genau das, was ich gerade brauchte, ließ mich auch die merkwürdige Masse um mich herum vergessen. Ganz besonderes Highlight für mich waren allerdings die 'Opener' Dag för Dag. Irgendwie meine ich, ein bisschen My Bloody Valentine, Sonic Yout und Sleater-Kinney rauszuhören.. und noch viel mehr. Sind auch prima, nette Leute. Anfang Februar kommen sie wohl auch wieder auf Tour in Deutschland. Check 'em Out.

Montag, 21. Januar 2008

Es ist wieder so weit.

Bunte Lampen an der Uni. Fetzen an den Häusern. Penetrantes Geklingel. Graumeliertes, schlecht getöntes Gejohle. Fremde Provinzzungen.

Es ist wieder Fasching.

Mittwoch, 16. Januar 2008

So what's your opinion?

Während ich mich fleißig auf die Fragen der mündlichen Prüfung vorbereitete kam mir die Idee, euch (wer auch immer ihr seid) auch Fragen zu stellen. Daher neu in diesem sporadisch-chaotisch-klaren Blog: Die Frage der Woche.

Bin mal gespannt auf das Ergebnis. Bzw. ob überhaupt eins zu Stande kommt...

Interaction galore!



(Speaking of interaction: Die werten Siambok'ler sind noch immer in der DasDing Netzparade, auf dem Weg nach oben sogar. Platz 9. Also, tut als wär Bundestagswahl und stimmt ab, nich weil es was bewegt, sondern weil es das gewissen beruhigt.)

Samstag, 12. Januar 2008

Studentenbildchen.

Will StudiVZ "uns" veräppeln? Oder ist das Gros der Studenten doch so dämlich, dass ihnen das "neue" Marketingkonzept per Bildchengeschichte banalst erklärt werden muss?
Die letzte Fassung der StudiVZ FAQs war schon bevormutternd. Das ist jetzt hoffentlich ein Witz. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe Kettenbriefe u.ä., die sich darüber beschweren, dass die Datenschutzerklärung nebst Änderung so "versteckt" ist. Uh, am Seitenende. Man kann von Jung-Akademikern nicht verlangen, dass sie tatsächlich ein so tolles Versteck finden...

Student ist in der Tat ein despektierliches Wort.

Freitag, 11. Januar 2008

Notstand beendet!

Wie fehlleitend Newsticker Schlagzeilen doch sein können. Gerade sahen meine Äuglein im Spiegel Online Feed:
"Notstand beendet. New York...."
Whoa? Breaking News? Ist der Drehbuchautorenstreik zu Ende? Verkehrsproblem gelöst? Irakkrieg beendet? Spontanes impeachment Verfahren nach dem Motto - ha, wir kriegen dich doch noch?

Nein. In New York gibt es nun auch automatische, öffentliche Toiletten. Hooray.

Im übrigen ist z.Zt. die Schlagzeile beim politischen Magazin Spiegel (das ich eigentlich sehr schätze) gerade der Trainerwechsel beim FC Bayern. Ist es die ungute Form der Ameriknisierung der Medien? Oder einfach nur ein Tribut an den Freitag Nachmittag?

Anyway, ich mache die Jalousie hoch und lasse die Wintersonne rein. Sonnenblinzeln, galore.

Freitag, 14. Dezember 2007

Die Werbung nicht persönlich nehmen.

Das StudiVZ bekommt also (mal wieder) neue AGBs. Mein Daten sollen dadurch besser gegen Angriffe von Außen geschützt werden, gleichzeitig soll ihre Finanzierung verbessert werden, in dem die Werbung auf mich personalisiert wird (wie auch immer das aussehen mag). Ho-hm. Dabei sollen angeblich meine "persönlichen" Daten nicht an außen verkauft werden, sondern "nur" von den Grinsemännern aus der Zentrale ausgewertet werden. Halb-außen quasi.

Kann mir eigentlich eh egal sein. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die mit ihrer Trinkfestigkeit prahlen und sich in bekotzten oder halbnackten Fotos verlinken lassen, und sich dann darüber aufregen, dass merkwürdige Menschen sie gruscheln. StudiVZ ist ungefähr so Privat wie die Mensatreppe, und was auf meinem Profil steht, würde ich auch Leuten in der Fußgängerzone erklären.

Was ich merkwürdig finde, ist die bevormutternde aber nichts-sagende Formulierung der FAQs. Ich dachte, es sei ein Studentenverzeichnis - und nicht MySpace. So lesen sich die Hinweise allerdings. Bei MySpace ist das ja auch in Ordnung, da dort die Zielgruppe 14jhrige Valleykids (ihre europäischen Pendants sind, die es kaum schaffen, 5 ! zu setzen, ohne eine 1 einzubauen. Interessant finde ich auch, dass die neuen AGBs explicit beschreiben, was ich alles nicht darf. Aber im Grunde ist es it den AGBs doch so wie mit der "Sind sie ein Terrorist/Faschist" frage bei der Einwanderung nach USA, oder dem Vorschlag, die Alterschwelle für Alkohol zu erhöhen, um 14-jährige vom Vodka fernzuhalten: Die die dagegen verstoßen, akzeptierne die AGBs eh nicht.

Begrüßen würde ich die "personalisierte" Werbung, wenn StudiVZ anhand meiner Angaben merken würde, dass ich nicht die Zielgruppe für Bunnyganz Kalender oder "Fashion Angels" bin.
Aber andererseits, will ich wirklich , dass meine "Lieblinge" über die Rosa Seiten vermarktet werden?

Nachtrag: Bei Blättern durch die Hilfeseiten (richtiges FAQ hat die Seite ja nicht, vielleicht weil sei die Frage "Was macht ihr mit meinen Daten" und "Wieso seit ihr mir so unsympathisch" nicht en detail erläutern können/wollen) viel mir auf, dass die werten Macher ziemlich ignorant gegenüber Transgender MitbürgerInnen sind:
"Bei uns können sich nur Wesen männlicher oder weiblicher Natur anmelden. 'Tschuldigung an alle anderen!"
Soll wohl lustig sein. Is aber doof. Aber das mag aus den prä-professionellen Zeiten kommen. Aber hey, Hauptsache den Karriereaufzug genommen. Außerdem ist diese Aufregung wohl 'n alter Hut. Besserung aber kaum in Sicht. (Wenn sie den Profit verbessern wollen, wieso danndie Transgender Gruppe ausschließen? Ich bin für ein Geschlecht: Weder noch / keine Angabe Feld.

Mittwoch, 28. November 2007

Kollateralschaden der Demokratie.

Bin ja leidenschaftlicher Spiegel.de Leser, wie so mancher Student. Manchmal sogar schon fast bedrohlich leidenschaftlich. Ist es wirklich gut, die Nachrichten fast ausschließlich auch erster Spiegelhand zu erfahren, durch die Spiegelbrille? Aber ich denke schließlich noch selbst.

Oftmals ist Spiegel.de überraschend schnell und aktuell. Oftmals schneller als der New York Times Breaking News Alert Email-Dienst.. der aber nichts desto trotz auch sehr zu empfehlen ist.

Vor allem spricht mir gerade Spiegel.de aus der Seele. Oftmals sind es vor allem die (popkulturellen) Artikel von Henryk M. Broder die mich zu einem gedanklichen 'you tell it, brother' bringen. So auch wieder in diesem Artikel zu Mario Barth.
Auch wenn ich auf den zweiten Blick nicht immer mit Broder übereinstimme, und vor allem nicht alle seine Positionen teilen kann.
Ihn zu lesen tut oft gut.

Freitag, 23. November 2007

Horst Köhler in Singen!

Ich oute mich: Ich mag Schlager nicht. Überraschung. Und: Ich kann mit Oper auch nur wenig anfangen. Sicher, gut, Kultur, Qulität, etc... Aber interessieren tut es mich nicht wirklich.
Ob die Kombination zieht? Denn Guildo Horn aka Horst öhler (oder anders herum) steht als prolliger Leporello in Singen auf der Bühne.
Vielleicht sollte ich mir das mal anschauen. Scheint ja gar nicht so übel zu sein. Ist ja auch hier um die Ecke, zumidnest für amerikanische Verhältnisse. Und ich denke ja Oregonian.
Oder auch nicht. Denn wenn ich 1 und 1 nicht mag, wieso sollte ich dann 2 mögen?

Donnerstag, 22. November 2007

Wurf des Tages.

Günter Oettinger wurde in Stuttgart von einer Studentin mit einer Schwarzwälder Kirschtorte beworfen. Wie gemein, dabei ist Oettinger doch Schwabe und kein Badenser...
Aber hey, es ist niemandem was passiert - also halb so schlimm, ne?

Torte für alle!

Mittwoch, 21. November 2007

Pictures of an, uhm, yeah.

Gibt so Tage, an denen fühlt man sich wirklich gut.
Morgens im warmen Bett aufgewacht, dank Kaffee ganz gut in die Gänge gekommen, in der Uni tatsächlich für was für die Abschlussarbeit geschafft, wiedereinmal das Gefühl, teil eines studentisch-akademischen Kollektivs zu sein, Mensa essen war nicht furchtbar und das Winterwetter prächtig. Nette Gespräche mit Bekannten und Unbekannten, den wunderbaren Film von gestern (Aaltra) und vorgestern (Tampopo) noch im Kopf und im CD-Spieler/iPod wechseln sich die immer großartiger werdenden Escapado und Radiohead Platten ab.
Man kommt nach Hause, kocht lecker Rührei, unterhält sich nett mit den Mitbewohnern über dies und das und will dann kurz vor'm "Fusssballl" noch einen Essay lesen. Im Internet erfährt man von wunderbarer neuer Musik und bekommt die Mail, ein langerwartetes Buch ist endlich angekommen. Idealer Studententag, quasi. Zumindest für für meinen Geschmack.

Doch obacht! Es gibt sie noch: Die Paarung von rhetorischem und alltagssexistischem Greul, die die Welt dann wieder ein bisschen schlechter macht.

Was hat sich der Schreiber dieser Zeilen gedacht?


Aber: Zum Glück gibt es ja noch Bildblog. Ich fühle mich wie wenn ich Fox News und Daily Show parallel schauen würde.

Montag, 12. November 2007

What's new for fall...

Kaschmir-Palitücher. Musste gestern bei Viva doch tatsächlich sehen, wie "Modeberater" Palästinensertücher aus Kaschmir als das "must-have" dieses Winter bezeichnen. Zusammen mit der aktuellen Justin Timberlake Jeanskollektion. Wie bizarr ist das denn.

Ich muss Ralph Martin's Artikel "Die unreifen Verehrer amerikanischer Helden" in der FAZ vom 8.10.2007 sowohl recht geben als auch widersprechen Martin lässt sich in diesem Artikel über den seiner Meinung nach in Deutschland weit verbreiteten "Austerophilen Kult" aus. Ja, eine Autorenfamilie (Paul Auster und Siri Hustvedt) zu verehren ist maßlos übertrieben, und "sie" sollte nicht geschätzt werden, (nur) weil "er" Paul Auster ist. Aber ich bin überrascht und froh, dass es eine so lächerlich kultische Verehrung von "high-brow authors" angeblich noch gibt. Denn was wird denn ansonsten in deutschen Massenmedien geboten wird. Es ist hoffnungslos überflutet mit (hoffentlich) postmodern ironisierten Sendungen, oder auch einfach nur grottenschlechten Produktionen. Halbnackte Stripperschwestern in undurchsichtigen Gameshows, Kaschmir-Palitücher....

Vielleicht verehren wir mehr oder weniger intellektuelle aber doch zugängliche Autoren deswegen, weil sowas in "unserer" Fernsehlandschaft so gut wie nicht vorkommt. Dirty Harald Schmidt, Feuilleton Liebling hat sich ein Proll-Schoßhündchen geholt*, Sportreporter machen "Polit-Talk"....

Zudem würde ich jeden bemitleiden, der Auster's Welt (oder auch Jonathan Safran Foer's) tatsächlich als Spiegel für die amerikanische Gesellschaft nimmt. Höchstens als Spiegel der amerikanischen Befindlichkeit...



* Die ersten Sendung von "Schmidt und Pocher" waren nicht so furchtbar wie erwartet.Befürchte allerdings, dass der Charm der Sendung schnell verbrennt.