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Montag, 21. April 2008

Mach, Musik!

"Was kann Kunst überhaupt machen? Was kann meine kleine Scheißband im großen und Ganzen anrichten? Ich beantworte mir das so, dass wir einen bestimmten Zeitgeist befeuern, ihn dazu bringen können, sich bestimmte Fragen wieder öfter zu stellen"


- Marcus Wiebusch in Visions #182, Mai '08

Ist es nicht fast schon zwangsläufig so, dass in einer popkulturellen Demokratie die Popkultur Einfluss auf den Pop- äh Wahlbürger hat; die Popmusik somit mitbestimmt, was in der "öffentlichen" Diskussion Thema ist - oder eben nicht. Oder ist das noch zu optimistisch? Ist Musik im großen Stile nur noch Geld fü rdie einen und Escapismus für die anderen?
Sollte Kunst bzw. Musik überhaupt explizit politisch werden heutzutage, oder besser mir helfen, der (politischen) Realität zu entfliehen und ein (besseres) Paralleluniversum zwischen den takten schaffen?
Ich konnte mir diese Fragen mal selbst beantworten. Mal so, mal so. Zur Zeit komme ich auf gar kein Ergebnis. Und es kommt mir so vor, als sei ich damit nicht allein.

Mittwoch, 26. März 2008

Hibbelig still, still hibbelig.

Ich bin ja gerade in so ner merkwürdigen transition zone. Im Vergleich zur Prüfungszeit hab ich jetzt weniger zu tun. (Bürojobs haben vor allem einen Vorteil: Man kann, zumindest auf meinem Level, den Job ganz gut im Büro lassen). Auf der anderen Seite ist man wieder "daheim", sprich bie den Eltern, und muss feststellen, dass "zuhause" inzwischen auch woanders war. Eine gewisse unerfüllte, großteils innere Rastlosigkeit ist die Konsequenz.

Aus diesem Gedankenkomplex kommt auch mal wieder ne Frage der Woche:
Seid ihr lieber entspannt beschäftigt, d.h. habt zwar viel (zuviel) zu tun, seid dabei aber ganz entspannter Dinge; oder ist euch das nichtstun so lieb, dass ihr auch unentspannt lieber unbeschäftigt seid?

Prokrastination ist übrigens nicht nur ein Hobby, sondenr auch ein Teufelskreis. Dazu aber nicht mehr, sonst wird das hier Befindlichkeitsfixierter als Kettcar (und selbst die sollen es ja nicht mehr sein.)

Speaking Befindlichkeitsfixiert: Jemand schon das neue Kettcar Vid' Graceland gesehen? Ich weiß ja noch nicht so recht...
Ein Tipp zum Schluss - hat sogar fast was mit erwähnter Hibbeligkeit zu tun: Jaguar Love, die infernale Ehe von Ex-Pretty Girls Make Graves und Ex-Blood Brothers.

Mittwoch, 5. März 2008

Alles neu macht der März.

"Wir" sind also lieber zweiter Sieger.
Gibt jetzt "trotzdem" kein Sportfreunde Stiller Frühwerk.. nur ne neue Frage. Und aus mangel an Interesse an echten knallharten themen, wieder was weiches, pseudo-philosophisches.

Zieht es euch eher in die (relative) Ferne - also "weg" - oder sucht ihr erst nach einen Standpunkt, der fix genug ist, um sich davon entfernen zu wollen - also "her"? Ich für meinen Teil kann es nicht genau sagen. Wieder "nach Hause" zu ziehen ist merkwürdig, wenn man feststellt, dass das 2. Zuhause viel mehr Heimat war.

Montag, 25. Februar 2008

We're all winners.

Sonntag Abend, 19.00 in der Parteienlandschaft: Jeder hat irgendwie gewonnen - egal was die Zahlen sagen. Die.Linke legt zu, wird aber ignoriert. Die CDU verliert die absolute Mehrheit, hat aber trotzdem gewonnen. Die SPD auch. Die Grüne/GAL eh'. Nur die FDP ist (immernoch) nicht im Senat - aber irgendwie hat auch sie gewonnen.

Vielleicht sollte man diese Taktik des Gewinnens trotz Verlierens das mal Cate Blanchett sagen - aber die ist "immerhin" schwanger. Auch ein Sieg. Oder George Clooney - der "Hillary der Oscarverleihung".

Speaking of Hillary: Um das Ziel, die Republikaner aus dem Weißen Haus zu jagen, noch, äh, spannender zu machen, macht auch Ralph Nader mit. Bin ja eigentlich der Meinung, "the more the merrier"... aber... es gilt doch, die Republikaner zu schlagen, verdammt!
Aber dazu hat Nader einen ganz wunderbaren Satz geprägt:
“Not a chance,” he said. “If the Democrats can’t landslide the Republicans this year, they ought to just wrap up, close down, and emerge in a different form.”


Ach ja, Frage-der-Woche-Wrap-Up: Ihr teilt offensichtlich meine Meinung,dass Liebe nicht schöner wird, wenn sie öffentlich wird.

Freitag, 15. Februar 2008

Public Display of Affection.

Gestern war ja der Fleurop (für Amerophile: Hallmark) Liebestag. Ihr wisst schon, der Tag, an dem selbst Google Documents rosa wird (ernsthaft), wenige originelle und viele kitschige Liebesschwüre durch die Luft sausen, und die Medien den einen einreden, jetzt besonders "romantisch" zu sein, und den anderen, jetzt besonders einsam/trotzig zu sein. Als ob es einen unterschied zwischen dem 13. , dem 14., und dem 15. Februar (oder dem 29. Oktober) gebe. Naja, von den Umsatzzahlen mancher Dienstleister abgesehen.

Die "schönste" Blüte trieb mal wieder das VZ. Da konnte man ganz doll romantische Liebesbriefchen veröffentlichten. Inklusive Fotos im Herzchen und so Käse. Es mag eine merkwürdige Form der Emanzipation oder des wasauchimmers sein, auf alle Fälle nahmen sich 4 Damen und 1 Herr ein "Herz" und machten ihrem Liebsten (und in fast allen Fällen auch Vater eines/ihres Kindes) einen Heiratsantrag. Und die bessere Hälfte (und merkwürdiger Teil des VZs) fand das ganz dolle schön und haben ja gesagt. Putzig. Und weil das StudiVZ es immer noch ganz doll genau mit der Privatsshpäre der Mitglieder nimmt, kann das auch jeder sehen.

Und ich fand schon Liebeserklärungen im Stadion doof.

Ach ja, die Frage der Woche wurde von dieser Form der Public Display of Affection inspiriert.
Und aus einer wilden Assoziation heraus gibt's noch Interpol's PDA auf die Augen.

Donnerstag, 7. Februar 2008

Waiting....

Hm, da der Webmail Server der Uni gerade nicht wirklich flott laden will, ich somit keine sinnvolle Email checken kann bevor ich mich wieder sinnvollen Tätigkeiten widme, "muss" ich eben bloggen. Diese Frage der Sinnlosigkeit bringt uns auch zur neuen Frage der Woche...

Das Ergebnis der letzten Frage ist mehr oder weniger eindeutig: "Ihr" lest, um euch zu bilden - alles andere scheint sekundär. Ist das nun ein Fingerzeig für mehr bildende Inhalte? Oder sollte dieser blog zur Bastion der Sinnlosigkeit werden? Oder beides?

Wenn man auf der Suche nach aboluter Sinnlosigkeit ist, mal oben auf "nächster Blog" klicken. Spannend, wenn man die thailändischen Schriftzeichen zieht, und man einfach so tun kann, als würde man das glitzernde Innenleben thailändischer Teenager verstehen. Ach, du wunderbare web 2.0 Welt.

Demnächst gibt's auch mal ne Stellungnahme zu den am. Vorwahlen. Sobald ich weiß, was ich davon halten soll...

Mittwoch, 30. Januar 2008

Wahlbeteiligung wie in Hessen...

..nur mit eindeutigerem Ergebnis. Wir finden also fast alle, dass Szenen saugen. Kommt mir sehr entgegen.

Die neue Frage der Woche dreht sich um lesen... in diesem gar so literarischen Blog. Höhö.
Dieser Literaturstudent ist gerade zu platt, um was richtig kreatives zu schreiben. Daher nur ein gar wunderbares Modest Mouse Video. Arrr!


Nachtrag: Gibt ne Neuerung bei der Frage der Woche - Mehrfachantworten sind möglich!

Mittwoch, 23. Januar 2008

Die Krux mit der Szene.

Erstes Voting vorbei! Stolze 7 Stimmen:

Poesie ist das Leben: 28%
Das Leben ist Poesie: 42%
Pooäähh was?: 28%

Auf Grund dieser repräsentativen Umfrage wird also festgehalten: Das Leben ist Poesie! Wuhuu!

Manchmal ist das Leben auch weniger poetisch. Meistens nimmt die Poesie mit zunehmender Menschenmenge ab. Diesen Effekt konnte ich gestern abend auch beim Shout Out Louds Konzert feststellen. Irgendwie sind alle Szenen gleich. Bei entsprechender Masse ist auch die sog. "Indie Szene" eigentlich kein Stück besser als andere (Sub)Kulturen. Gut, es gibt schon weniger "bitches & pimps". Aber der Alkohol floss genauso unreflektiert in junge Münder, die dann auch bei den ruhigsten Stellen nicht aufhörten zu plappern. Auch gibt's die selbe Uniformität, die selbe Oberflächlichkeit. Muss wohl menschlich sein. Oder vertue ich mich da? Gibt es doch tiefgreifende Unterschiede zwischen den "Szenen"? Gibt es überhaupt so etwas wie klar definierte Szenen? Oder ist es alles der selbe Brei mit unterschiedlichen Masken? Darum dreht sich auch die neue Frage der Woche (siehe Spalte rechts).

Anyhow, einen frappanten Unterschied gibt es noch immer: Die Musik. Und an der Musik konnte man gestern Abend nicht meckern. Weder an der Performance der Shout Out Louds - ich kannte doch mehr als ich dachte, und die Stimmung, die von der Bühne auf mich herab floss war genau das, was ich gerade brauchte, ließ mich auch die merkwürdige Masse um mich herum vergessen. Ganz besonderes Highlight für mich waren allerdings die 'Opener' Dag för Dag. Irgendwie meine ich, ein bisschen My Bloody Valentine, Sonic Yout und Sleater-Kinney rauszuhören.. und noch viel mehr. Sind auch prima, nette Leute. Anfang Februar kommen sie wohl auch wieder auf Tour in Deutschland. Check 'em Out.

Mittwoch, 16. Januar 2008

So what's your opinion?

Während ich mich fleißig auf die Fragen der mündlichen Prüfung vorbereitete kam mir die Idee, euch (wer auch immer ihr seid) auch Fragen zu stellen. Daher neu in diesem sporadisch-chaotisch-klaren Blog: Die Frage der Woche.

Bin mal gespannt auf das Ergebnis. Bzw. ob überhaupt eins zu Stande kommt...

Interaction galore!



(Speaking of interaction: Die werten Siambok'ler sind noch immer in der DasDing Netzparade, auf dem Weg nach oben sogar. Platz 9. Also, tut als wär Bundestagswahl und stimmt ab, nich weil es was bewegt, sondern weil es das gewissen beruhigt.)