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Mittwoch, 2. Juli 2008

You gotta be kidding me.

Es gibt ein herrliches neues Stars Video, "Bitches in Tokyo"... Das Video ist noch großartiger bekloppt als der Titel. Neben den Frisuren und Klamotten empfehle ich vor allem die Szene bei etwa 3:30. Der verständnisvolle Erwachsene, der immernoch total scene ist, erklärt New York Dolls und The Smiths.
Der Song ist auch nicht schlecht, by the way.


Bitches In Tokyo

Montag, 9. Juni 2008

Times: They Are A-Changing

Bob Dylan in einem lesenswerten Interview mit der Times:

"'Well, you know right now America is in a state of upheaval,' he says. 'Poverty is demoralising. You can't expect people to have the virtue of purity when they are poor. But we've got this guy out there now who is redefining the nature of politics from the ground up... Barack Obama. He's redefining what a politician is, so we'll have to see how things play out. Am I hopeful? Yes, I'm hopeful that things might change."

Sonntag, 8. Juni 2008

Militär? Heimat? Herzen?

Die Em ist in aller Munde, erlebte gestern schon den ersten (portugiesischen) Autokorso. Nach einem ganz ansehnlichen eröffnugnsspiel, dass die Schweiz leider unverdient verloren hat (und auch noch Alexander Frei, was dem BVB-Ally in mir besonders leid tut) mischt ab heute auch "unsere" Nationalmannschaft mit. In Klagenfurt, gegen Polen. (Zur BILD-inizierten Aufregung über das Ballaköpfen gibt's hier was interessantes auf Bildblog)

In wilder Assoziation zur Stadt Klagenfurt möchte ich hier Naked Lunch's "Military of the Heart" ans Herz legen. Nicht nur ist das großartiger Song, toller als jedes Fussballplatzgeschehen - der Song hat auch den Naked Lunch Frontman bei einem Festival zur Aussage bewegt, man solle doch Begriffe wie "Heimat" nicht nur dem rechten Rand des Spektrum überlassen. Die Assoziation ist zu Beginn der EM und eine Tag nach dem NPD-Parteitag in Günzburg doch gar nicht so wild.

Sonntag, 18. Mai 2008

Ein Kalauer und die popkulturelle Unsterblichkeit.

Im Laufe des letzten Jahres sah man ja wieder vermehrt Hälse, die mit Palästinensertüchern (gar aus Kaschmir...) verziert wurden. Menschen wie ich, die gern zum ironisierten Kalauer neigen, garnierten diesen Anblick mit dem "wunderbaren" Sätzchen:
"Is dir nur kalt oder hast du was gegen Juden?"

Ob nun lustig oder nicht, der Satz ist auf ewig in meine Neuronen gebrannt. Und es geht wohl nicht nur mir so: Thees bringt den Knaller als Arbeitstitel für die neue Tomte-Platte.

In mir macht sich nach dem mehr als großartigen Kettcar-Konzert in München (mehr dazu, sobald ich meine Gedanken auf die Reihe und meinen Arsch hoch bekomme) auch gesteigerte Vorfreude auf das Tomte-Konzert in Ulm breit... und auf die neue Platte "nach der Buchstabensuppe".

Mittwoch, 30. April 2008

Music is a remedy.

Hm, da ich irgendwie nicht glaube, dass 4 Antworten repräsentativ für meine "Leserschaft" ist - behaupte ich jetzt mal ganz arrogant - wird die Frage der Woche verlängert und zur Frage des Monats gemacht. Die Frage des Monats wird dann allerdings zur "Institution", höhö.

Und da ihr drei der Meinung seid, Musik sollte vor allem euch bewegen - ein durchaus valider Standpunkt - gibt's noch ein schlaues Wort von Stephen Malkmus dazu:

"Ein gutes Rockalbum ist und war immer ein Mittel der Weltflucht, ein Ausweg in dein besseres Selbst. Mir geht es daraum, dass darauf etwas Außerodrentliches und Magisches geschieht; etwas dass den Alltag überstrahlt, statt ihn nur zu spiegeln. Politische Parolen kann ich auch ohne Musik haben."


Irgendwie hat er ja recht - oder nicht? Hach.

Tipp für schrappige Sammler...

Donnerstag, 17. April 2008

Musik mit Inhalt und Haltung.

Wenn ich mit meinem Vater zusammensitze und wir uns gegenseitig in unserer Begeisterung für Musik mit "Inhalt und Haltung" überschlagen, (read as: Dylan und Guthrie) so kommt doch regelmäßig die Frage auf seitens meines Vaters, ob es denn überhaupt noch richtig politische Musik gibt. Sicher gibt es die - sie verkauft sich nur nicht mehr (so) gut.
Wunderbares Beispiel für die Kombination von Musik mit "Inhalt und Haltung" und dem hippesten Scheiß des Jahrtausends (read as: blog) sind Max and the Marginalized. Jede Woche ein neuer politischer Song. dreht sich meist um amerikanische Miszustände, Musik ist grob gesagt Punkrock. Bisschen wie Antiflag, nur weniger nervig. Zu finden sind sie auf ihrem blog oder per huffingtonpost.com

Mittwoch, 26. März 2008

Hibbelig still, still hibbelig.

Ich bin ja gerade in so ner merkwürdigen transition zone. Im Vergleich zur Prüfungszeit hab ich jetzt weniger zu tun. (Bürojobs haben vor allem einen Vorteil: Man kann, zumindest auf meinem Level, den Job ganz gut im Büro lassen). Auf der anderen Seite ist man wieder "daheim", sprich bie den Eltern, und muss feststellen, dass "zuhause" inzwischen auch woanders war. Eine gewisse unerfüllte, großteils innere Rastlosigkeit ist die Konsequenz.

Aus diesem Gedankenkomplex kommt auch mal wieder ne Frage der Woche:
Seid ihr lieber entspannt beschäftigt, d.h. habt zwar viel (zuviel) zu tun, seid dabei aber ganz entspannter Dinge; oder ist euch das nichtstun so lieb, dass ihr auch unentspannt lieber unbeschäftigt seid?

Prokrastination ist übrigens nicht nur ein Hobby, sondenr auch ein Teufelskreis. Dazu aber nicht mehr, sonst wird das hier Befindlichkeitsfixierter als Kettcar (und selbst die sollen es ja nicht mehr sein.)

Speaking Befindlichkeitsfixiert: Jemand schon das neue Kettcar Vid' Graceland gesehen? Ich weiß ja noch nicht so recht...
Ein Tipp zum Schluss - hat sogar fast was mit erwähnter Hibbeligkeit zu tun: Jaguar Love, die infernale Ehe von Ex-Pretty Girls Make Graves und Ex-Blood Brothers.

Freitag, 22. Februar 2008

Schamlose Eigenwerbug #2

Für den Fall, dass der ein oder andere geneigte Leser
heute Abend in Stuttgart ist:

Montag, 11. Februar 2008

And you wouldn't feel sad.

Das ist jetzt nicht die versprochene 'Stellungnahme' zu den Vorwahlen.. so ganz hab ich meinen Frust über den innerdemokratischen Hickhack, der wohl immer schlimmer werden wird, je knapper 'das Rennen' wird.... und McCain wird hinterher zum lachenden Dritten...

Anyway, heute morgen hatte ich im Bus auf dem Weg zur Uni einen wunderbaren Kopfhörerinduzierten Moment. "Schuld" war ein Song, der nix mit der Vorwahl zu tun hat.

The President's Dead von Okkervil River

Montag, 14. Januar 2008

Klischeemo

Let's count emo clichées.... Ich weiß, das Video ist dämlich, der Song im Grunde lächerlich pubertärer Herzschmerz-Mehr-oder-doch-eher-weniger Emo.

Aber manchmal tut sowas das einfach verdammt gut.

Aufdrehen, schreien. Meinetwegen auch heulen. Lächerlich pubertär sein. Danach kann man ja wieder was vernünftiges machen.

Silverstein - Giving Up



Und wenn wir schonmal dabei sind: Silverstein - Smashed Into Pieces. Man bemerke die Jock Frisur des Frontmannes.... Herrlich dämlich. Aber ich find den Song gut. Immernoch.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

BILD und die Subkulturen.

Die größte deutsche Boulevardzeitung hat ja, wie Bildblog jeden Tag auf's neue beweißt, leichte Defizit im Bereich "Recherche" und ab und an auch in Sachen Kontinuität und Charakter.
So auch heute.

Zum einen hinken sie - und auch manche MTV VJs - der Zeit "etwas" hinter her. Die Killians als Super Geheimtipp.... vor einem Jahr vielleicht. Die Kilians sind großartig, aber schon allein der Umstand, dass sie ein TRL VJ bei der Arbeit hören kann, spricht dafür, dass der Durchbruch nicht nur an die Tür klopft, sondern schon ordentlich Sonne ins Haus lässt.

Noch viel peinlicher als diese Meldung finde ich allerdings die Meldung über den Busunfall auf der All Shall Parish Tour. Den Tod des Sängers von The Red Shore als "selbsterfüllende Prophezeiung" zu bezeichnen, liegt zwar nahe - ist aber genau die Häme, die sie sonst gerne anderen vorwerfen.

Schmalose Werbung für die gute Sache 2

Auf DasDing gibt's ne gute Idee, die sich Netzparade nennt. Ist der versuch konventionellen Radios mit MySpace, der blogshäre und ähnlichen Web Zweipunktnull Erscheinungen mitzuhalten. Auf alle Fälle wird dort Musik von wechselhafter Qualität aus dem Internet vorgestellt. Union Hills waren da vor meine Mittäterschaft auch mal gelistet, noch ein paar andere Perlen ebenfalls. Meistens tummelt sich in diesen Charts - wie das bei Charts nunmal oft der Fall ist - einiges belangloses und beliebiges Gedöns. Nur in diesem Falle aus den JuHa's und MyOwnMusic Profilen statt aus Timbalands oder Dieta's Studio..
Anyway, diese Woche gibt es mal wieder die Gelegenheit, "was Vernünftiges" in die Parade einzureichen: Siambok mit "Dave". Also, hier Finger blutig voten und dem Siambok'schen Klang lauschen. Ob man sich auch den Rest der Parade anhört, bleibt jedem selbst überlassen...

Freitag, 14. Dezember 2007

Dualität der Ereignisse.

Mit der Arbeit läuft's nicht so dolle, der Blick in die Zeitung macht auch nicht wirklich Spaß, draußen ist alles grau...
Doch da, der Silberstreif, das Funkeln, das das Graue strahlen lässt. Es gibt die gute Seite. Es gibt neues von Blackmail. Anklicken, aufdrehen, besser fühlen.

False Medication

Samstag, 24. November 2007

Perle der Tube.

Nothing to You ist einer meiner Lieblingssongs von den Two Gallants. Und auf unser aller Lieblingsvideoportal Youtube gibt es ein gar wunderbares selbstgemachtes, oder sollte ich gar DIY sagen, Video. Nichts offizielles, aber eine Genialität weit jenseits aller einfacher Fanvideos oder herkömmlicher Vivaclips. Großartig.

Sicher, das Video in meinem Kopf - und vielleicht auch in deinem - zu dem Song sieht anders aus. Aber dies ist dennoch eine respektable und sehenswerte Interpretation des Materials.

Freitag, 23. November 2007

Horst Köhler in Singen!

Ich oute mich: Ich mag Schlager nicht. Überraschung. Und: Ich kann mit Oper auch nur wenig anfangen. Sicher, gut, Kultur, Qulität, etc... Aber interessieren tut es mich nicht wirklich.
Ob die Kombination zieht? Denn Guildo Horn aka Horst öhler (oder anders herum) steht als prolliger Leporello in Singen auf der Bühne.
Vielleicht sollte ich mir das mal anschauen. Scheint ja gar nicht so übel zu sein. Ist ja auch hier um die Ecke, zumidnest für amerikanische Verhältnisse. Und ich denke ja Oregonian.
Oder auch nicht. Denn wenn ich 1 und 1 nicht mag, wieso sollte ich dann 2 mögen?

Montag, 19. November 2007

Schamlose Werbung für die gute Sache.

Singen, denken...besungen und bedacht werden.
Oder ist es doch einfach nur Entertainment?
Who cares!





wozu denn immer laute Gitarren?
nur eins ist grenzenlos: www.myspace.com/grenzenlosknulp

Sonntag, 18. November 2007

Sunday is a slow day.

Wieso putze ich am Sonntag, statt etwas sinnvolles zu tun? Weil es nötig war. Und direkte Resultate bringt...

Escapado's Initiale hält, was die Kritiken erwarten ließen. Ist'n ordentliches Brett, intelligente Texte, Band mit Haltung, Ausstrahlung und Aussage. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, was genau mir Aussage und Haltung sagen wollen - bzw. was sie mir sagen.
Warte schon auf den ersten übereifrig-naiven Antifaler, der die Frakturschrift der Sticker missversteht...oder die Farbgestaltung des neuen Union Hills Logos. Völliger Blödsinn natürlich. Zudem, wie sagte doch schon Oliver Welter von Naked Lunch: Wir dürfen denen nicht alles überlassen. Nicht alle Symbolik, nicht alle Themen. Auch nicht die Autobahn. Es ist die Verknüpfung des "Wie" und des "Was", die es ausmacht.

Der Versuch, Dingen einen Sinn zu geben, diesen Sinn zu vermitteln, obwohl es nicht richtig in Worte zu fassen ist. Wie beschreibt man etwas, das einem gefällt, das man liebt, ohne das es lächerlich klingt? Wie drückt man es aus, wenn man immer wieder zu den Banalitäten zurück kehrt, obwohl man sich um sie die wichtigen Dinge kümmern sollte, kümmern muss, kümmern will? Und wie formuliert man den Anblick der aufgeblähten Banalität, ohne selbst in Banalität zu verfallen? Durch Fragen?

Ein Beispiel eines gelungenen Versuchs, das Unsprechbare in Sprache zu fassen: Kafka on the Shore von Haruki Murakami. Selten hat mich ein Buch auf so viele verschiedene Wege gepackt.

Manchmal tut es auch gut, das Selbstverständliche einfach richtig auszusprechen. Und so komme ich wieder zu Escapado:
"Worte können etwas bewegen, wenn wir ihnen Bedeutung geben - und daran glauben" (Kommando Mosfet)

Donnerstag, 6. Oktober 2005

Electric Soft Parade und der Herbst

Der Wein vor meinem Fenster trägt wunderschöne orange/rot Schattierungen. Draussen ist wirklich herrlichstes Herbstwetter. Dennoch - oder deshalb - verpür' ich grade diesen Drang, von meiner bisherigen Emo-welle runterzukommen, das Geschrei los zu werden und stattdessen schöne, gemütliche Herbstmusike zu hören. Mein absoluter Favorit zur Zeit: Maria Solheim. Habe ihr Album "Behind Closed Doors" schon seit geraumer Zeit, und war dank einiger Bilder aus dem Internet nicht nur hin und weg ob der Schönheit ihrer Musik, sondern auch von ihrer eigenen. Sonntag hatte ich dann endlich Gelegenheit, sie auch live zu sehen. Live ist die Musik und ihr Charm noch um einiges intensiver als in elekronischer Form. Ein unvergessliches Konzerterlebnis, dass einem die nötige Wärme für die kommenden Monate mitgegeben hat!